Psychotherapeutin SPV, Dipl. Psychologin FH/HAP (Hochschule für Angewandte Psychologie).
Ausbildungen: Systemische Paar- und Familientherapeutin IEF (Institut für Ehe und Familie), Psychoanalytische Ausbildung nach Sigmund Freud, Somatische Körperpsychotherapie – Biosynthese nach David Boadella, Pränatal- und Geburtstraumatherapie nach Dr. Ray Castellino und Dr. William Emerson, USA.
Eigene Praxis seit 1979, seit 1998 Leitung von Geburtsprozessgruppen für Erwachsene, Praxis für Babyzentrierte Familientherapie.
Arbeitet mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, Paaren und Familien, sowie Begleitung vor- während und nach der Geburt von Babys und ihren Eltern.
Lehrtheraputin, Supervisorin und Ausbildnerin für Biosynthese.
PRAXIS FÜR BABYS UND IHRE FAMILIEN
Embryos und Babys haben uns viel zu sagen. Sie kommunizieren in einer Sprache, die sehr früh entwickelt ist und die wir Erwachsenen erst wieder lernen müssen. Wer Babys ernst nehmen und sie verstehen will, muss genau hinhören, spüren, direkt mit dem Säugling reden und über alle vorhandenen Sinne austauschen. Eine wichtige Grundlage dieser Kommunikation ist die Baby-Arbeit nach Dr. Raymond Castellino. Ziel dieser kleinkind-zentrierten Familientherapie ist es unter anderem, dass Eltern die Schmerzen und Reaktionen ihrer Babys besser verstehen lernen. Sie erkennen auch mögliche Zusammenhänge zwischen ihrer eigenen Geschichte und dem Verhalten des Babys. Dadurch eröffnen sich neue Prespektiven.
In den Sitzungen werden zwei grundlegenden Prinzipien gefolgt:
1) Wir lernen von den Babys und ihren Familien - wir haben genauso viel von ihnen zu lernen, wie sie von uns.
2) Wir unterstützen die Lebenskraft jedes Kleinkindes und auch jedes Familienmitgliedes. Wir entdecken, wertschätzen und reflektieren ihre Ressourcen und helfen ihnen, dass sie in Verbindung mit ihren eigenen Impulsen von innen her wachsen und heilen können.
Mir liegt das Wachstum und der kreative Zugang zu den angeborenen Kraftquellen von Babys, Familien und auch von Ungeborenen am Herzen, damit sie erfüllende, mitfühlende und liebende Leben führen können.
Zusammenfassend geht es mir in erster Linie um das gesunde Wachstum und die Entwicklung des Kindes in seiner Familie. Ich versuche ein Umfeld zu kreieren, in dem das Baby uns zeigen kann, was es braucht. Entdecke ich beim Säugling ein direkt oder indirekt vermitteltes Bedürfnis, versuche ich dieses den Eltern aufzuzeigen. Ich unterstütze sie beim Suchen von Möglichken passenden Antworten und beim Aufbau einer erweiterten Achtsamkeit.
Zentrales Ziel ist dabei, dass Babys grundlegende innere Lebensfähigkeiten entwickeln, mit denen sie wachsen können. Gleichzeitig können die Eltern wesentliche elterliche und familiäre Fähigkeiten kennenlernen, die ihnen bei der Förderung und Bildung ihrer Kinder helfen können.
BABYZENTRIERTE FAMILIENTHERAPIE
Meine Arbeit mit Babys, Eltern und Familien basiert auf verschiedene pädagogischen, psychologischen, philosophischen und physiologischen Konzepten, die ich in meiner ganzheitlich ausgerichteten Behandlungsform einbeziehe. Diese Art von Behandlung und Begleitung nach Dr. Castellino basiert einerseits auf seiner persönlichen Erfahrung als Vater von zwei inzwischen erwachsenen Kindern, anderseits ist sie inhaltlich stark von seinem Wissen in der Polarity Therapie, dem biodynamischen Ansatz der Craniosacralen Therapie (im Verständnis Dr. James Jealous, Dr. Rollin Becker und von Franklyn Sills), der Gestalttherapie, der Chiropraktik, der Säuglingstherapie nach Dr. William Emerson, der Traumaheilung nach Dr. Peter Levine und der klassischen Musik geprägt. In der von ihm und Dr. Wendy McCarthy gegründeten Stiftung BEBA (Birthing Evolution, Birthing Awarness ) in Santa Barbara, Kalifornien, und in seiner Forschungszusammenarbeit mit Dr. William Emerson und Franklin Sills hat Dr. Castellino mit einem Team von engagierten MitarbeiterInnen über viele Jahre hinweg Babys und ihre Familien beobachtet.
Diese Forschungen zeigen, dass die Kinder, die mit BEBA-Begleitung ins Leben angefangen haben, körperlich gut koordiniert, emotional klar und wach, aufmerksam, mit Tiefe und Mitgefühl für ihre Mitmenschen und andere Lebewesen sind. Die Kinder weisen auch Führungsqualitäten auf, haben in ihren Beziehungen klare Grenzstrukturen sowie auffallende Kommunikationskompetenzen. Ausserdem zeigen diese Kinder Interessen, Haltungen und spezielle Fähigkeiten in Bereichen, die nicht unbedingt mit ihren Eltern in Verbindung stehen. Sie zeigen im Vergleich zu nicht begleiteten Kontrollgruppen eine auffallend schnelle und starke Individuation – sie lernten schnell, sich als anders und einzigartige menschliche Wesen zu sehen, mit einer Fähigkeit ihre Einzigartigkeit zu entdecken und ihre tiefsten Interessen, Talente und Fähigkeiten umzusetzen.
Achtsamkeit, Respekt, Vertrauen, Geduld,Verständnis und Aufmerksamkeit sind wichtige Grundlagen meiner begleitenden Arbeit. Ein speziell geschultes Energie-Verständnis (wie es zum Beispiel im Polarity Modell, in der Biosynthese, der Craniosacralen Therapie, in der William Emerson, im Reichianischen Verständnis oder in der Levinschen Traumaarbeit zu finden ist ) bildet die Basis für das Verstehen dieses Ansatzes. Babys sind in ihrer Art und ihrem Wesen noch sehr wässerig, sie orientieren sich vor allem an ihrer Gefühlen und ihrem Instinkt. Sie nehmen enorm feinfühlig Stimmungen auf und Personen wahr. In der Babyzentrierten Kontaktaufnahme wird diese Fähigkeit der Neugeborenen in den Vordergrund gestellt.
Alle therapeutischen Interaktionen werden mit der Erlaubnis der Babys und unter dem Schutz der Eltern durchgeführt. Es ist mir wichtig, Kontakt und Vertrauen zum Baby und den Eltern zu entwickeln. Ziel ist dabei, die Säuglinge von Anfang an ernst zu nehmen, ihre Grenzen zu respektieren und ihre Bedürfnisse von jenen ihrer Eltern zu differenzieren ( und umgekehrt ). Die Kommunikation mit dem Baby erfolgt verbal, empathisch und über Körperberührung.